Ökumenische Fastenpredigten 2021

In diesem Jahr laden die evangelische, die katholische und die syrisch-orthodoxe Kirchengemeinden zu einer Reihe von Ökumenischen Fastenpredigten ein.

Ab dem 24. Februar wird im Rahmen einer Abendandacht ein Vertreter der genannten drei christlichen Gemeinden zu einem selbstgewählten Thema eine Fastenpredigt halten.

Ort: St. Lucia Kirche Harsewinkel

Zeit: 19 Uhr

24.02.  Pastoralreferent Matthias Mönig (kath. Gemeinde)

03.03.  Pfarrer David Celik (syr.-orth. Gemeinde)

10.03.  Pfarrer Martin Liebschwager (ev. Gemeinde)

17.03.  Pfarrer Jörg Eulenstein (ev. Gemeinde)

24.03.  Pastoralreferent Matthias Piontek (kath. Gemeinde)

 

Bitte an das Tragen eines medizinischen Mund- Nasenschutzes denken!

Es gelten die derzeitigen Hygiene-, Abstands- und Rückverfolgungsregeln, die für de St. Lucia Kirche festgelegt wurden.

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Seniorenfreizeiten 2021 der Diakonie KK Halle

Wir laden alle Senioren ein, die gern ihren Urlaub in Gesellschaft verbringen möchten.

Seniorenfreizeiten 2021:

Baltrum
vom 01.05. – 13.05.21  (12 Tage)       Preis: € 1140,00       
plus Zuschläge
Freizeitleitung: Erika und Dieter Hagemeyer

 

 

Bad Soden-Salmünster
vom 19.07. – 30.07.21  (11 Tage)       Preis:  € 999,00

Aufschlag für Einzelzimmer:    28,00 Euro pro Person
Leitung: Herr Ellerweg, Halle

Leistungen: Unterbringung und Vollverpflegung bei drei Mahlzeiten am Tag, Fahrt mit Bus, Kurtaxe und Begleitung durch eine Freizeitleitung (keine Einzelbetreuung)

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:
Diakonie im Kirchenkreis Halle e.V.
Martin-Luther-Str. 11, 33790 Halle
Susanne Becker von 8:00 – 12:00 Uhr
unter der Telefonnummer: 05201/184-27

 

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Ökumenischer geistlicher Impuls am 21.02.2021

Fürchte Dich nicht…

Bei der Amtseinführung amerikanischer Präsidenten ist es üblich, dass sie markante Sätze formulieren, in denen deutlich wird, wohin die Reise in den folgenden vier Jahren gehen wird.

In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts befanden sich die USA über 10 Jahre lang in einer großen Wirtschaftskrise, die man noch heute „die große Depression“ nennt. Es war eine Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs und der Verarmung vieler Menschen.

Bei der Präsidentenwahl 1932 trauten die Bürger ihrem Präsidenten Herbert Hoover nicht mehr zu, das Land in eine gute Zukunft zu führen und wählten den Gegenkandidaten Franklin D. Roosevelt zum neuen Präsidenten. Auch Roosevelt hielt natürlich eine Antrittsrede. In dieser Rede formulierte er mitten in der großen Krise einen denkwürdigen Satz: „Das einzige, wovor wir uns zu fürchten haben, ist unsere Furcht“.

 

Fürchte Dich nicht…

Als ich vor 64 Jahren getauft wurde, stellte der Pfarrer für mich ein Wort des Propheten Jesaja als Taufspruch in den Mittelpunkt der Taufe: Fürchte Dich nicht, denn ich habe Dich erlöst, ich habe Dich bei meinem Namen gerufen, Du bist mein (Jesaja 43,1). Ich bin dem Pfarrer sehr dankbar dafür, denn mein Taufspruch begleitet mich bis heute immer wieder an Nahtstellen meines Lebens.

 

Fürchte Dich nicht…

Diese Ermutigung finden wir in der Bibel immer wieder. Gerade in schwierigen Zeiten der Geschichte Israels gab Gott seinem Volk mit dieser Aufforderung neuen Mut und Kraft zum Durchhalten.

Bei der Flucht aus Ägypten, als das Volk der Israeliten vor dem großen Meer lieber wieder zurück nach Ägypten wollte, weil sie Mose nicht zutrauten, dass er sie sicher in die Heimat bringen würde, sagt ihnen Gott zu: Fürchtet Euch nicht.

„Fürchtet Euch nicht“ hören auch die Hirten auf den Feldern von Bethlehem, als sie noch gar nicht so richtig glauben können, was dort gerade geschehen ist und sie ängstlich vor dem Engel Gottes stehen.

 

Fürchte Dich nicht…

die Schweizer Benediktinerin Silja Walter zählte in der Bibel 365 mal die Redewendungen „fürchte Dich nicht“ und „fürchtet Euch nicht“ und verband damit den Gedanken, jeden Tag des Jahres unter dieses Wort zu stellen, morgens beim Aufstehen sich zu sagen, oder sich von Gott sagen zu lassen: Fürchte Dich nicht.

Immer wieder haben Menschen nachgezählt, ob das denn stimmt. Es stimmt nicht. In Wahrheit findet sich der Satz deutlich seltener in der Bibel. Ich finde es aber dennoch schön, 365 Tage im Jahr von dieser Ermutigung begleitet zu leben.

 

Fürchte Dich nicht…

Furcht ist etwas Furcht-bares. Furcht hindert mich, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen, Furcht hindert mich, Schritte in die Zukunft zu gehen, von der ich nicht weiß, was sie bringt. Ich werde es aber auch niemals erfahren, wenn ich den Schritt nicht mache. Furcht sperrt mich ein in Mauern meiner Angst. Angst hindert mich daran, zu wachsen und sie hindert mich daran, Neues zu wagen. Vielleicht sogar gerade das Neue, das Gott mit mir vorhat.

Gerade in den Zeiten der Pandemie, in denen wir sowieso schon eingeschränkt leben (müssen), ist die Furcht, die ständige Angst, eine schlechte Begleiterin. Vorsicht ja – Furcht und Angst nein. Theodor Roosevelt hat völlig Recht mit dem Satz: das einzige, wovor wir uns zu fürchten haben, ist unsere Furcht.

 

Über dem 1. Sonntag der Passions- oder Fastenzeit, dem Sonntag Invocavit (übersetzt: er hat gerufen) steht in der evangelischen Tradition der 91. Psalm:

 

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt

und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,

der spricht zu dem Herrn:

Meine Zuversicht und meine Burg,

mein Gott, auf den ich hoffe.

Denn er errettet dich vom Strick des Jägers

und von der verderblichen Pest.

Er wird dich mit seinen Fittichen decken, /

und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.

Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,

dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht,

vor dem Pfeil, der des Tages fliegt,

vor der Pest, die im Finstern schleicht,

vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.

 

Denn der Herr ist deine Zuversicht,

der Höchste ist deine Zuflucht.

Es wird dir kein Übel begegnen,

und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.

Denn er hat seinen Engeln befohlen,

dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen

und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Über Löwen und Ottern wirst du gehen

und junge Löwen und Drachen niedertreten

 

In dieser festen Gewissheit, dass das, was ist, nicht das ist, was bleibt, möchte ich uns alle ermutigen, 365 mal im Jahr mit der Zusage Gottes aufzustehen:

 

Fürchte Dich nicht !

 

Martin Liebschwager

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