Impuls 06.04.2020

Seit gut 14 Tagen läuten am Abend um 19.30 Uhr nicht nur in Harsewinkel, sondern im ganzen Bistum Münster, in einer ökumenischen Initiative die Glocken unserer Kirchen. Sie laden ein, eine Kerze zu entzünden und ein Gebet zu sprechen.

Bei einem Sonntäglichen Spaziergang, es war genau 18.00 Uhr, läuteten die Glocken der St. Paulus Kirche zum „Engel des Herrn“ (dreimal täglich laden uns die Glocken dazu ein, der Menschwerdung Jesu Christi zu gedenken).

Doch neben dem Geläut erklangen plötzlich aus einem geöffneten Fenster die Töne zweier Blasinstrumente. Es könnte ein Saxophon und eine Posaune gewesen sein. 

Die Melodie, die da wie aus heiterem Himmel zu hören war, ist wohl allen Menschen bekannt:

„Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar. So will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.“

Dietrich Bonhoeffer schrieb diese Zeilen im Jahr 1944. In der Gefangenschaft, isoliert von der Gesellschaft, von seiner Familie, in einer Situation, die für ihn augenscheinlich schon völlig hoffnungslos war. In einer Dunkelheit, in der ihm vielleicht schon klar war, das sein Leben sich dem Ende neigte.

„Lass warm und still die Kerzen heute flammen, die du in unsere Dunkelheit gebracht. Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen. Wir wissen es: Dein Licht scheint in der Nacht.“

Einfühlsame und doch kraftvolle Worte, die Dietrich Bonhoeffer uns da hinterlassen hat. Sie zeugen von der großen Hoffnung, dass jede Situation, wie schlimm sie auch sein mag, nur eine kurze, begrenzte Wegstrecke ist, an deren Ende das Licht leuchtet und Gott uns mit seiner Freude und Liebe beschenken möchte.

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Vielleicht können diese Zeilen allen, die in diesen Tagen sehr eingeschränkt leben, die auf soziale Kontakte verzichten müssen, um andere nicht zu gefährden, die ihren Dienst in der Pflege und Betreuung der vielen Alten und Kranken erbringen, die in Supermärkten für volle Regale sorgen und einem jeden von uns Kraft, Mut und Hoffnung geben.

Ein herzlicher Gruß

Thorsten Dammann

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Impuls 05.04.2020

Impuls zum Palmsonntag

Das bekannte Lied „Macht hoch die Tür“ singen wir gerne und oft in der Adventszeit und stimmen uns damit auf das Weihnachtsfest ein. Am heutigen Palmsonntag bekommen die Verse dieses Liedes einen ganz anderen Klang:

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, euer Herze zum Tempel zubereit´.

Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; so

Kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei

mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad.

Die „Zweiglein der Gottseligkeit“ stehen heute für die Palmzweige und für die Ölzweige, mit denen die Menschen damals Jesus zugejubelt haben, für die Zweige mit denen wir – wenn wir miteinander Gottdienst feiern könnten – in unsere Kirchen einziehen, und mit denen wir die Kreuze in unseren Häusern und Wohnungen schmücken.

„Die Zweiglein der Gottseligkeit“, die Palm- und Ölzweige können uns heute drei Worte ins Gedächtnis rufen: HOFFNUNG – LEBEN – FRIEDEN.

Der grüne Zweig, mit dem die Taube zur Arche zurückgekehrt ist, wie es im Buch Genesis erzählt wird, ist zu einem wunderbaren Hoffnungszeichen geworden – für Noah und für unzählige Menschen bis heute!

Der grüne Zweig, der aus einem toten Baumstumpf herauswächst, wie der Prophet Jesaja schreibt, ist zum Lebenszeichen geworden – für Jesaja und für unzählige Menschen bis heute!

Der grüne Zweig, mit dem man Jesus in Jerusalem als Friedensbringer begrüßt hat, weil er auf einem armen Esel und nicht hoch zu Ross kam, dieser grüne Zweig ist zum Friedenszeichen geworden – für die Freunde Jesu damals und für uns heute!

Unsere Hoffnung auf Rettung müssen wir in den kommenden Kar- und Ostertagen auf andere Weise, aber nicht weniger intensiv feiern; unsere Sehnsucht nach Leben, das stärker ist als der Tod; unseren tiefen Wunsch, dass der Friede am Ende doch stärker ist als alle Gewalt.

Obwohl wir nicht gemeinsam Palmsonntag feiern können, sind unsere Kirchen dennoch für das persönliche Gebet geöffnet. Dort stehen heute gesegnete Buchsbaumsträußchen zum Mitnehmen bereit!

André Pollmann

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Trotz Coronakrise: Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus

Die Zuversicht wächst in der gelebten Gemeinschaft, im gelebten ‚Du bist nicht allein!‘. Und wenn du dich von Menschen im Stich gelassen fühlst, ist es Gott, der bei dir bleibt.

Gott steckt in der der Überraschung oder wie es Albert Schweitzer formulierte: ‚Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will.‘

Gottes Liebe liegt außerhalb der rational kalkulierten Weltsicht. Und auf Gott zu vertrauen ist keine Strategie, sondern die Einsicht in die Vorläufigkeit menschlicher Erfahrung und Erkenntnis.

Gottvertrauen im Sinne Jesu, Hoffnung und Einsicht in die menschliche Fehlbarkeit helfen, auf absoluten Zorn zu verzichten. Und sie erleichtern es, die Parolen jener anzuzweifeln, die den Untergang der Welt ankündigen, falls man ihnen nicht folgt.

Ihren dunklen Botschaften widerspricht der Psalm 62: ‚Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre, der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist bei Gott. Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsere Zuversicht.‘“

 

Sind Sie dabei bei der Harsewinkler Ökumenischen Aktion:

Ökumenisches Glockenläuten & Kerzenlicht - täglich 19:30h

Mehr Informationen zum diesjährigen Fastenmotto erhalten Sie auch unter:

https://7wochenohne.evangelisch.de/

 

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Ökumenisches Glockenläuten & Kerzenlicht - täglich 19:30h

Die evangelische Kirchengemeinde und die katholische Pfarrgemeinde schließen sich gemeinsam mit allen Kirchengemeinde des Kirchenkreises Halle und vielen katholischen Gemeinden einer ökumenischen Initiative an und werden ab Freitag, 20. März, bis Gründonnerstag, 9. April, jeden Abend um 19.30 Uhr die Glocken ihrer Kirchen läuten. Die beiden großen Glocken einer jeden Kirche laden dann die Menschen ein, zuhause eine Kerze anzuzünden, sie in ein Fenster zu stellen und ein Gebet zu sprechen. "Christinnen und Christen wissen sich dann für fünf Minuten in Gedanken als Gemeinschaft verbunden“. Dieses Miteinander soll Menschen stärken und verbinden.

Einen Gebetsvorschlag für die private Andacht alleine oder in der Familie steht in diesem Beitrag (Quelle Kirchengemeinde Werther).

 

Auf der Homepage der evangelischen Kirchengemeinde und der katholischen Pfarrgemeinde finden Sie ab Sonntag bis auf Weiteres täglich einen geistlichen Impuls, der von den katholischen und evangelischen Geistlichen im Wechsel gestaltet wird.

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Absage von Veranstaltungen

Aufgrund einer Empfehlung der Evangelischen Kirche von Westfalen werden bis zum 29. April keine Gottesdienste mehr in der evangelischen Kirchengemeinde Harsewinkel gefeiert.

Auch fallen ab sofort alle gemeindlichen Veranstaltungen bis Ende April aus.

In dringenden Seelsorgerischen Fragen können Sie sich natürlich weiterhin gerne an das Gemeindebüro oder die Pfarrer wenden.

Darüber hinaus stellt die EKD und auch die Westfälische Landeskirche eine Reihe von Online-Angeboten zur Verfügung.

http://kirche-hsw.de/index.php/service/weblinks

Wir bitten um Ihr Verständnis


Aufgrund der Prognosen des Robert-Koch-Instituts bleibt der Weltladen Harsewinkel e.V. ab sofort auch geschlossen.

Bestellungen werden gern per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder telefonisch (0173 740 9505) entgegengenommen.

Abhol- bzw. Liefertermine erfolgen nach Absprache.

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