Ökumenischer geistlicher Impuls am 7.03.2021

Seelenreinigung in der Fastenzeit

Für den Begriff Fasten gibt es in der alten indischen Sprache Sanskrit, zwei Wörter, die einen tiefen Einblick in das Wesen des Fastens vermitteln. Das erste Wort heißt „Upwas“. Die Vorsilbe „Up“ bedeutet „mit“.  Das Stammwort „was“ bedeutet „leben“.  „Upwas“ heißt also „mit leben“ oder „mit sein“.  Mit wem?  Mit ihm, der die Quelle des Seins, der Ursprung aller Existenz ist. Ungeachtet dessen, ob man arm oder reich, krank oder gesund, sündig oder tugendhaft ist, für Gott sind alle gleich, nämlich seine Kinder. Nicht mehr und nicht weniger!

Beim Fasten geschieht etwas Ähnliches wie bei der Verpuppung der Seidenraupe. Wie sie ziehen wir uns in den Kokon unseres Herzens zurück. Wir meditieren, um mit ihm, dem Alleinigen, allein zu sein und einen Prozess der radikalen Verwandlung durchzumachen. Für uns bedeutet das, seine Kinder zu werden.

Das zweite Wort für Fasten lautet in Sanskrit „Tapas“.  „Tapa“ bedeutet „Wärme“ und „Tapas“ ist etwas, das sich erwärmt, das aufsteigt, das die Basis der eigenen Existenz auf ein leuchtendes Niveau hebt.

Fasten ist wie das Feuer des Goldschmieds, ein Feuer, das uns von allen Verunreinigungen befreit und zum Vorschein kommen lässt, was golden in uns ist. In diesem Prozess werden aus unseren Herzen die Flecken und Kratzer, die uns das Leben beschert hat, getilgt: Die Traurigkeit, die Verzweiflung, der Makel der Sünde, die Angst, die Einsamkeit.

Jede Eucharistie ist eine Einladung zu „Upwas“ und „Tapas“: eine Einladung, mit ihm in Berührung zu kommen und verwandelt zu werden, damit wir rein werden, wahrhaftiger und schöner.  Eine Einladung, alles von uns zu weisen, was uns wirklich „unrein“ macht. (Mt. 15, 10-20)

Im Evangelium von 3. Fasten Sonntag hören wir die Geschichte der Tempelreinigung. Leider übersehen wir alle dabei einen kleinen, aber sehr wichtigen Satz aus dem Evangelium. Er lautet: „Denn er wusste, was im Menschen ist, weil er in die Herzen und die Masken der Menschen um ihn blicken. Wir können hinter unsere eigenen Masken schauen, in unsere eigene Seele, unser eigenes Herz. Wir wissen nicht, was in den Menschen um uns vorgeht, aber wir kennen das, was in uns ist.  Unser eigenes Inneres zu reinigen, wäre also die nächstliegende Konsequenz aus dem Evangelium: Seelenreinigung also, statt Tempelreinigung.

Mit dem Finger auf andere zeigen, ist immer leichter, als auf sich selbst. Die Heilige Mutter Teresa wurde einmal gefragt, was sie am gegenwärtigen Zustand der Katholischen Kirche ändern würde. Was sie darauf antwortete, darüber sollten wir nicht nur in der österlichen Bußzeit nachdenken.  Sie sagte nämlich nur drei Worte: „Me and You“ – „Mich und dich“.

 

Pater Paul Varghese, CMI

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Ökumenische Fastenpredigten 2021

In diesem Jahr laden die evangelische, die katholische und die syrisch-orthodoxe Kirchengemeinden zu einer Reihe von Ökumenischen Fastenpredigten ein.

Ab dem 24. Februar wird im Rahmen einer Abendandacht ein Vertreter der genannten drei christlichen Gemeinden zu einem selbstgewählten Thema eine Fastenpredigt halten.

Ort: St. Lucia Kirche Harsewinkel

Zeit: 19 Uhr

24.02.  Pastoralreferent Matthias Mönig (kath. Gemeinde)

03.03.  Pfarrer David Celik (syr.-orth. Gemeinde)

10.03.  Pfarrer Martin Liebschwager (ev. Gemeinde)

17.03.  Pfarrer Jörg Eulenstein (ev. Gemeinde)

24.03.  Pastoralreferent Matthias Piontek (kath. Gemeinde)

 

Bitte an das Tragen eines medizinischen Mund- Nasenschutzes denken!

Es gelten die derzeitigen Hygiene-, Abstands- und Rückverfolgungsregeln, die für de St. Lucia Kirche festgelegt wurden.

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Seniorenfreizeiten 2021 der Diakonie KK Halle

Wir laden alle Senioren ein, die gern ihren Urlaub in Gesellschaft verbringen möchten.

Seniorenfreizeiten 2021:

Baltrum
vom 01.05. – 13.05.21  (12 Tage)       Preis: € 1140,00       
plus Zuschläge
Freizeitleitung: Erika und Dieter Hagemeyer

 

 

Bad Soden-Salmünster
vom 19.07. – 30.07.21  (11 Tage)       Preis:  € 999,00

Aufschlag für Einzelzimmer:    28,00 Euro pro Person
Leitung: Herr Ellerweg, Halle

Leistungen: Unterbringung und Vollverpflegung bei drei Mahlzeiten am Tag, Fahrt mit Bus, Kurtaxe und Begleitung durch eine Freizeitleitung (keine Einzelbetreuung)

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:
Diakonie im Kirchenkreis Halle e.V.
Martin-Luther-Str. 11, 33790 Halle
Susanne Becker von 8:00 – 12:00 Uhr
unter der Telefonnummer: 05201/184-27

 

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