Liebe Leserin, lieber Leser

„Stille Nacht, heilige Nacht“ – Ein Lied geht um die Welt

Kaum ein Weihnachtslied berührt die Menschen so sehr wie „Stille Nacht, heilige Nacht“. In Bethlehem, an der Geburtsgrotte Jesu, erklingt es unzählige Male – und das seit mehr als 200 Jahren. Zum ersten Mal wurde es 1818 in Oberndorf bei Salzburg gesungen. Der Text stammt vom Priester Joseph Mohr, die Melodie vom Lehrer und Organisten Franz Xaver Gruber.

Die damalige Kirche St. Nikola musste 1910 abgerissen werden, doch an ihrer Stelle steht heute die „Stille-Nacht-Kapelle“. Sie erinnert an das erste Erklingen dieses Liedes, das inzwischen in mehr als 300 Sprachen weltweit gesungen wird. Die neue Pfarrkirche von Oberndorf bewahrt noch heute Bilder und Figuren aus der alten Kirche – stille Zeugen eines besonderen Moments der Musikgeschichte.

Von Oberndorf aus nahm das Lied seinen Weg in die Welt: Der Tiroler Orgelbauer Carl Mauracher brachte es ins Zillertal, von wo aus die Sängerfamilien Rainer und Strasser es auf ihren Konzertreisen bis nach Leipzig, St. Petersburg und New York trugen. Bald fand es Eingang in Gesangbücher und Herzen – in Familien, Kirchen und sogar in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs.

„Stille Nacht“ ist mehr als ein Weihnachtslied – es ist ein Friedenslied. Auch wenn das Wort „Friede“ im Text nicht ausdrücklich vorkommt, schwingt die Botschaft mit: In der Geburt Jesu erfüllt sich die Vision des Propheten Jesaja vom „Fürsten des Friedens“. Das Lied lädt uns ein, Jesus mit offenem Herzen zu suchen und ihm zu vertrauen – denn in ihm finden wir den Frieden, der von Gott kommt.

In unseren Gottesdiensten singen wir zumeist die erste, zweite und sechste Strophe des Liedes. Gerne möchte ich besonders auf die vierte Strophe der Urfassung aufmerksam machen, denn diese bringt die universale Botschaft des Liedes zum Ausdruck:

„Stille Nacht, heilige Nacht,  
Wo sich heut alle Macht        
väterlicher Liebe ergoß,        
und als Bruder huldvoll umschloß
Jesus die Völker der Welt.“

Gott umschließt alle Menschen mit seiner Liebe – ohne Grenzen, ohne Unterschiede. Diese Botschaft bleibt Auftrag und Ermutigung zugleich:

Als Christinnen und Christen sind wir berufen, für das Wohl aller Menschen einzustehen, für Frieden, Gerechtigkeit und weltweite Solidarität.

Wenn wir an Weihnachten „Stille Nacht“ singen, dann erinnern wir uns daran:

Gott liebt alle Menschen. Und er lädt uns ein, diese Liebe weiterzugeben – in unserer Gemeinde, in unserer Welt.

Ich wünsche Ihnen und Euch eine schöne Adventszeit und frohe und gesegnete Weihnachten.

Herzlichst, Ihre und Eure

Diakonin Simone Hansen

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Diakonin Simone Hansen mit ihrem "Freund" Martin

 Foto: Röwekamp

Herrnhuter Losungen

15.12.2025
Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
Gott hat auch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

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