Ökumenischer geistlicher Impuls am 28.03.2021

Seitenwechsel - auf der Seite Jesu stehen

 

Von einem großen Spektakel wird uns an diesem Sonntag, dem Palmsonntag, im Evangelium erzählt (Mt 21, 1-11). Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Alles ist perfekt vorbereitet, nichts wird dem Zufall überlassen. Mit einem Esel ist er unterwegs, und die Menschen am Weg sind außer sich vor Freude. Sie breiten ihre Kleider auf der Straße aus, schneiden Palmzweige von den Bäumen und singen vor Freude: „Hosanna in der Höhe. Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn."
Unglaublich, dieser Jubel! Ganz ausgelassen wird Jesus gefeiert. Wie ein großer Star.

Vielleicht haben Sie Ähnliches auch schon mal erlebt oder im Fernsehen gesehen?
Ich denke da an die Ankunft einer großen Fußballmannschaft mit ihren Stars nach einem großen Sieg. Alle sind außer Rand und Band. Sie freuen sich über den Triumph der eigenen Mannschaft. Sie säumen die Straßen, wollen das Team sehen und den Sieg feiern.


So muss das bei Jesus auch gewesen sein. Alle wollen ihn sehen.

Die Botschaft Jesu verbreitete sich damals sehr schnell. Viele Menschen hatten von ihm gehört und waren jetzt neugierig. Sie wollen diesen Mann sehen, der so viele Kranke geheilt hatte und durch Wundertaten aufgefallen war. Sie waren überzeugt, dass er der König sei, der sie aus ihrer Not befreien konnte. Ein Mann mit solchen Kräften. Große Hoffnungen setzen sie in Jesus.
Die Menschen litten damals unter den Machthabern im Land. Jesus sollte sie aus ihrer schlimmen Lage befreien. Deshalb stehen sie jetzt an der Straße, freuen sich und jubeln ihm zu: Hier kommt der Retter.

Aber nicht alle trauen Jesus. Viele kennen ihn noch nicht, sie fragen verwundert: „Wer ist das? Kann man ihm vertrauen? Ist er wirklich der Retter?" Unsicherheit macht sich breit, und die ganze Stadt gerät in Aufruhr. In dieser Situation entwickeln sich die weiteren Ereignisse. Die Stimmung schlägt um, Jesus wird festgenommen, man verurteilt ihn zum Tode, Jesus stirbt am Kreuz.

Ganz schnell stehen die Zeichen auf Ablehnung. Eben noch Begeisterung für Jesus, jetzt Ablehnung. „Ans Kreuz mit ihm", schreit das Volk später, als sich Pontius Pilatus, der Statthalter, an die Menge wendet. Plötzlich wechseln die Menschen die Seiten und wollen mit diesem Jesus nichts mehr zu tun haben. Viele, die ihm noch vertraut haben, merken auf einmal, dass sie alleine dastehen. Sie haben keinen Mut, für Jesus einzutreten.
Die Übermacht der Gegner ist zu groß. Da ist es sicherer, die Seiten schnell zu wechseln. So nehmen die Dinge ihren Lauf, und es kommt zur Verurteilung Jesu.

Wir Menschen wechseln oft die Seiten. Wir orientieren uns an dem, was die Mehrheit tut und haben keinen Mut, für unsere eigene Meinung zu kämpfen. Wir glauben, es sei einfacher, auf der Seite der Mehrheit zu stehen, das zu tun, was alle tun. Und von jetzt auf gleich wechseln wir die Seiten, stellen uns zum vermeintlich Stärkeren.

In der nun beginnenden Karwoche werden wir in den Gottesdiensten noch oft hören, wie sogar die engsten Freunde Jesu die Seiten wechseln, sich von ihm abwenden, ja, ihn sogar verleugnen. Ganz schnell kann das gehen, und niemand ist davor gefeit.

In diesen Tagen können und dürfen wir uns neu für Jesus entscheiden. Wir wollen auf seiner Seite stehen und mit ihm gehen. Die Palmprozession in Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem soll das zum Ausdruck bringen. Wir wollen zu Jesus stehen, weil wir überzeugt sind: Er ist unser Retter und Herr.                               

Matthias Mönig

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Ökumenischer geistlicher Impuls am 21.03.2021

 

Ich möchte Ihnen heute mein ältestes Kuscheltier vorstellen. Sein Name ist Mochen (gesprochen Mooo-Chen), ein alter Bär. Mochen ist über 60 Jahre alt, mehrfach repariert, oder wie ich sage: operiert. Er trägt meine alten Kindersachen: mein Max-und-Moritz-Hemd und meine Schäfchenjacke. Mochen war mein engster Vertrauter, ihm konnte ich alles anvertrauen, Mochen war immer verschwiegen und stets auf meiner Seite. Wir habe viele schöne Zeiten miteinander geteilt, er kennt aber auch meine heimlich geweinten Tränen unter der Bettdecke, wenn es das eine oder andere Mal schwierig im Leben war. Mochen war und ist immer für mich da und hat bis heute immer noch einen Ehrenplatz in meinem Schlafzimmer.

Ich bin ohne Geschwister groß geworden, denen ich mich hätte anvertrauen können. Natürlich waren auch meine Eltern für mich da.

Für mich als Kind war es wichtig, mich auf meinen Bären verlassen zu können. Er gab mir Sicherheit und Geborgenheit.

Wir Menschen brauchen so etwas, jemanden, dem ich vertrauen kann, jemanden, der es gut mit mir meint, jemanden, der immer weiß, wie es mir gerade geht. Ich musste heute an Mochen denken, als ich den Wochenspruch für die vor uns liegende Woche las, überliefert am Ende des Matthäusevangeliums. Gemäß der Überlieferung in der Apostelgeschichte (Kap.1) ist der auferstandene Christus vor den Augen seiner Jünger entschwunden und in den Himmel erhoben worden. Im Matthäusevangelium verabschiedet er sich von seinen Jüngern mit den Worten:

Siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende

Die Situation ist für die Jünger schwierig und sie sind sehr traurig. Wir erfahren das in der Apostelgeschichte vor dem großen Pfingstereignis, wie die Jünger ängstlich und deprimiert in Jerusalem hocken. Erst Pfingsten macht Ihnen deutlich, dass der Weg Jesu weitergeht, er sie begleitet und ihnen Kraft gibt, seine Botschaft weiterzutragen. Der Weg der Verkündigung war nicht immer einfach. Es gab Anfeindungen und auch Verfolgungen, aber die Apostel, wie die Jünger später bezeichnet wurden, konnten ihren Weg gehen, weil sie wussten: auch wenn Jesus nicht mehr leibhaftig unter uns zu sehen und zu erleben ist, bleibt er dennoch unser Begleiter und führt uns auf unseren Wegen, so wie er es uns versprochen hat.

Vertrauen in Gott können wir aber nur haben, wenn uns Gott immer wieder in Menschen begegnet. Und wenn wir anderen Menschen Vertrauen zeigen, dann wird Gott auch zwischen uns zum Ereignis.

In einem Gespräch, das ein Bekannter von mir mit einer klugen Frau unseres Ortes führte, sagte der Bekannte: „wir haben nur ein Leben“. Und die Frau antwortete: „nein, wir leben viele Tage, nur der Tod ist nur ein Tag.“

Ich möchte uns alle ermutigen, in den vielen Tagen unseres Lebens der Verheißung Jesu zu vertrauen:

Siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende.

 

Martin Liebschwager

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Ökumenischer geistlicher Impuls am 14.03.2021

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben.

Mit Blick auf das heutige Evangelium möchte ich Euch meine Gedanken zu folgendem Vers nahe bringen.„Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an mich glaubt wird nicht gerichtet. Wer nicht glaubt ist schon gerichtet.Joh. 3,17-18aJesus wird in dieser Aussage sehr konkret!Die Aussage; „wer an mich glaubt wird nicht gerichtet,zeigt in die Zukunft.Die Aussage; „wer nicht glaubt ist schon gerichtet, verweist in die Gegenwart bzw. in die Vergangenheit.Wie kann ich diese Aussage für mich deuten, „wer nicht glaubt ist schon gerichtet“?Ich würde sagen wer nicht glaubt richtet sich selbst.In dem Wort richten steckt das Wort RichtungIch gebe mir selbst meine Richtung. Ich gehe selbst den Weg den ich gehen will.Jesus ruft mich immer wieder zur Umkehr auf.Er ruft mich zu einem Richtungswechsel in meinem Leben auf. Seine Jünger folgten ihmnachund gaben ihrem Leben eine völlig neue Richtung.Jesus ist in die Welt gekommen um den Menschendie Botschaft des Reichs Gottes zu bringen!Er ist das Licht, er fordert mich auf, ihm zu vertrauen und seinen Glauben anzunehmen.Kann ich das?Glaube was ist das? Glaube an Jesus Christus?Wie kann ich das für mich fassbar machen?Ich versucheeseinmal,anhand dieses Beispiels zu verdeutlichen.Die Sonne scheint und es ist ein herrlicher Tag. Doch ich stehe in einem großen dunklen Raum.Alle Fensterläden sind geschlossen. Nur einwinzig kleines Fenster ist geöffnet, durch das Sonne in diesen großen dunklen Raum strahlt.Mich zieht es magisch an die Stelle, wo die Sonnenstrahlen mein Gesicht erwärmen.

Der Raum hat noch viele Fenster, aber alle sind verschlossen. Bei dem Gedanken den ganzen Raum mit Sonnenstrahlen und Wärme zu durchfluten,werde ich nicht müde und versuche die Fenster zu öffnen.Doch es gelingt mir nicht. Bittend und klagend, suchend nach der richtigen Ideeundin immer wieder neuen Anläufengelingtes mirdie ersten Fensterläden zu öffnen. Nachjeder gelungenenÖffnung,wird es heller und wärmer in dem Raum, mein Wohlbefinden nimmt immer weiter zu, ich strebe danach,alle Fensterläden zu öffnen.

Mit den Fenstern verhält es sich wie mit meinem Glauben, je mehr Fenster ich öffne umso mehr Licht dringt in mein Leben.Ich muss mich also auf den Weg machen um persönlichen meine Zugänge zum Glauben zu finden.Ich muss meine Glaubensfensteröffnen, ummeinen Glaubensweg finden.So bin ich immer wieder aufgefordert meinen Schlüssel für das nächste Fenster zu suchen, damit ich im Glauben wachsen kann. Meine Gedanken fangen an zu kreisen,wenn das so einfach wäre! Was kann ich tun? Ich kann den Vater bitten, dass er mir die Gnade schenktden Glaubenan Jesus Christusimmer mehr annehmen zu können. Dasser mir die Gnade schenkt,nicht müde zu werden, auf der Suche nachdem richtigen Weg zuJesus. Dass ich nicht müde werde umzukehren,meinem Leben eine neue Richtung zu geben, diemich ins Licht führt.Der Glaube ist geschenkte Gnade Gottes;ich kann ihn nicht durch meinen Willen herbeiführen.Kann ich also doch nichts tun?Doch ich kann etwas tun!Ich kann im Gebet immer wieder diese Gnade erbitten. Das ist mein Schlüssel die Fenster des Glaubens zu öffnen. Ich spreche den Vater an.Ich bitte Ihn um diese Gnade. Es müssen keine formvollendeten Gebete sein, es könne ganz einfache schlichte Worte sein. So wachse ich durch das Gebet im Glauben.Ich fange an zu erkennen, welcher Weg der richtige für mich ist. Viele Dinge,die mir einst wichtig waren, verlieren an Bedeutung. Ich setze meine Prioritäten anders. Ich lege nicht meine ganze Energie in die irdischen Dinge,um mir bestimmte Wünsche zu erfüllen. Ich fange an und richte mein Leben nach Ihm aus. Ich denke um! Ich kehre um!So öffnen sich immer mehr Fenster in meinem Leben, durch die das Licht strahlt.Ich lasse immer mehr Sonne und Wärme in mein Lebenund spüre die wärmende Liebe Gottes.

Diakon Gottfried Scharpenberg

 

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ab 13.3.21 wieder Gottesdienste mit versammelter Gemeinde

Am Wochenende (13./14. März) ist es soweit! Nach fast dreimonatiger Pause können wieder Präsenz-Gottesdienste gefeiert werden und dazu lädt die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Harsewinkel herzlich ein.

Sie finden zu den gewohnten Zeiten statt:  Sonnabend, 19.00 Uhr in der Christuskirche in Marienfeld und Sonntag, 10.00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Harsewinkel.

Weiterhin gelten die Hygiene-Schutzmaßnahmen, daher ist das Platzangebot in beiden Kirchen begrenzt. Die Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich telefonisch im Gemeindebüro (Telefon 2130) oder per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) anzumelden.

Die Anmeldung sollte während der Öffnungszeiten des Gemeindebüros spätestens bis Freitagmittag erfolgen. Das Gemeindebüro ist von Dienstag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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