Grusswort Herbst 2020

Liebe Mitglieder unserer Gemeinde

„Und ob ich schon wandere im finsteren Tal, fürchte ich doch kein Unglück, denn du bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich“ (Psalm 23,4)

In der vergangenen Zeit habe ich oft an dieses Wort aus dem 23. Psalm denken müssen. Ja, wir leben in einer schwierigen Zeit. Für manche von uns war ihre Angst so etwas wie ein finsteres Tal, in dem einige auch nicht ganz sicher waren, ob es noch einmal hell wird. Die Pandemie hat unser Leben, auch unser Gemeindeleben bestimmt. Mit den Einschränkungen haben wir inzwischen zu leben gelernt. Dank der politischen Entscheidungen sind wir in Deutschland bis jetzt gut durch diese Zeit gekommen und schauen zuversichtlich nach vorne.

Wir sagen nicht, was alles nicht mehr oder noch nicht geht, sondern was jetzt schon möglich ist!

Gottesdienste feiern wir schon seit einiger Zeit wieder mit einer begrenzten Teilnehmerzahl. Im September starten die ersten Gruppen und Kreise – unter Beachtung der Hygiene-Schutzmaßnahmen und im Oktober – wenn nichts Gravierendes passiert – werden weitere Lockerungen auch eine weitere Vielfalt zulassen. Wir werden alles Mögliche tun, damit jeder ohne Angst an unseren Angeboten teilhaben kann.

Wir freuen uns auch, dass unsere beiden Kindergärten und die Jugendhäuser nach den vorgegebenen Regeln wieder geöffnet sind.

Wir werden alle nach wie vor vorsichtig sein müssen.

Vorsicht ist gut, aber „Angst essen Seele auf“, wie es in einem Film von Rainer Werner Fassbinder heißt. Angst ist für das Leben kein guter Ratgeber. Die Bibel macht uns immer wieder Mut, die Mauer der Angst zu überwinden, um zu erleben, wieviel an Leben hinter dieser Mauer möglich ist.

„Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“ heißt es im 18. Psalm. Ich möchte Ihnen und Euch allen Mut machen, auch jetzt das Leben zu finden. Corona ist nicht die Pest, die im Mittelalter ganze Städte und Völker ausgelöscht hat, sondern ein Virus, unter dem wir unser Leben weiterhin gestalten können.

In dieser Gewissheit wünsche ich Ihnen und Euch allen eine gute und lebensfrohe Zeit, so wie es der Psalmbeter beschrieben hat:

„Und ob ich schon wandere im finsteren Tal, fürchte ich doch kein Unglück, denn du bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich“.

Ihr/Euer

Martin Liebschwager

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