Taufe - Häufig gestellte Fragen

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  1. In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?
  2. Warum Kindertaufe?
  3. Warum ein Taufgespräch mit dem Pfarrer?
  4. Welche Unterlagen und amtlichen Dokumente benötige ich für die Taufe meines Kindes?
  5. Kann ein Kind getauft werden, wenn kein Elternteil in der Kirche ist?
  6. Kann ich mein Kind gegen den Willen des anderen Elternteils taufen lassen?
  7. Wie soll der Täufling bei der Taufe gekleidet sein?
  8. Stichwort: "Taufspruch"
  9. Stichwort: "Taufkerze"
  10. Darf man während der Taufe filmen/fotografieren?
  11. Können wir unser Kind in einem eigenen Taufgottesdienst taufen lassen?
  12. Kostet die Taufe was?
  13. Können wir den Zweck der Kollekte im Gottesdienst (Klingelbeutel) bestimmen?
  14. Kann mein Kind zum Konfirmandenunterricht gehen, obwohl es noch nicht getauft ist?
  15. Wer kann Pate / Patin werden?
  16. Ab welchem Alter braucht man keinen Paten mehr?
  17. Wann erlischt das Patenamt?
  18. Kann ich einen Paten nachträglich vom Patenamt ausschließen?
  19. Wir wollen kirchlich heiraten und gleichzeitig unser Kind taufen lassen. Geht das?
  20. Gibt es eine ökumenische Taufe?
  21. Was ist ein Sakrament?

 

1. In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?


In unserer Gemeinde werden die Kinder meistens im ersten Lebensjahr getauft. Optimal für Eltern und Kind ist das Alter von 3 bis 6 Monaten. Aber auch eine spätere Taufe ist möglich, wenn das Kind schon bewusst wahrnimmt was geschieht.

 

2. Warum Kindertaufe?


Die Geburt eines Kindes ist ein Geschenk Gottes. Eltern antworten darauf, indem sie ihr Kind taufen lassen. Gott spricht in der Taufe dem Kind seine Liebe zu, unabhängig davon, wie es sich verhält. Eltern und Paten verpflichten sich zur Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen und den Kindern von ihrem christlichen Glauben, aber auch von ihren Zweifeln zu erzählen. Später in der Konfirmation bekräftigen die Jugendlichen selbst ihr Ja zum Glauben an Jesus Christus.

 

3. Warum ein Taufgespräch mit dem Pfarrer?


Das Taufgespräch zwischen Eltern und Pfarrerin/Pfarrer dient vor allem zur Vorbereitung der Taufe des Kindes. Dieses Gespräch unterliegt der Seelsorge und damit der pfarramtlichen Schweigepflicht. In diesem Gespräch werden einerseits alle formalen Dinge bez. der Taufe besprochen, die Bedeutung der Taufe als Sakrament sowie der Ablauf des Gottesdienstes. Andererseits können Eltern bzw. Erziehungsberechtigte alle persönlichen und familiären Dinge ansprechen und mit der Pfarrerin / mit dem Pfarrer reflektieren. Bitte vereinbaren Sie frühzeitig einen Gesprächstermin

 

4. Welche Unterlagen und amtlichen Dokumente benötige ich für die Taufe meines Kindes?


Zum Taufgespräch sollten möglichst alle für die Taufe notwendigen Unterlagen und Dokumente vorliegen. Die Taufe wird durch das Pfarramt beurkundet. Dafür benötigen wir das Original der Geburtsurkunde aus dem Familienstammbuch. Viele Meldeämter stellen zusätzlich für die Taufe noch eine gesonderte Geburtsbescheinigung aus, die mit dem Vermerk versehen ist: "für religiöse Zwecke". Wenn die Paten evangelisch sind aber nicht ihren Wohnsitz in Harsewinkel und Marienfeld haben, müssen die Paten eine Patenbescheinigung beim Pfarramt ihres Wohnortes ausstellen lassen. Für nicht-evangelische Paten benötigen wir diese Patenbescheinigung grundsätzlich. Die Patenbescheinigungen sind für uns der kirchenamtliche Beleg, dass die erwählten Paten je Mitglied einer christlichen Kirche und zur Übernahme des Patenamt berechtigt sind.

 

5. Kann ein Kind getauft werden, wenn kein Elternteil in der Kirche ist?


Nach geltendem Kirchenrecht der Ev. Kirche von Westfalen ist dieses nicht möglich. Bitte setzen Sie sich mit dem Pfarrer direkt in Verbindung.

 

6. Kann ich mein Kind gegen den Willen des anderen Elternteils taufen lassen?


Gegen den Willen entweder des Vaters oder der Mutter ist die Taufe des Kindes nur möglich, wenn dieser Elternteil nicht das Sorgerecht inne hat. Ist die Ehe z.B. geschieden und liegt das Sorgerecht aber gemeinsam bei Vater und Mutter, setzt die Ausgestaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge Einvernehmen voraus in Angelegenheiten, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind. Dazu gehört auch die Taufe. Können sich die Eltern nicht einigen, kann sogar im schlimmsten Fall das Familiengericht angerufen werden. Eltern können sich aber zuvor auch allein, am besten gemeinsam an eine Erziehungs- und Familienberatungstelle der Diakonie wenden. Oft hilft auch ein klärendes Gespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin.

 

 7. Wie soll der Täufling bei der Taufe gekleidet sein?


In vielen Familien gibt es Taufkleider, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Das ist eine schöne Tradition. Fast durchweg sind diese Taufkleider weiß gehalten, wodurch auch nach außen deutlich werden soll: dieses Kind ist von Gott angenommen und hat in der Taufe das ewige Leben durch Gott zugesprochen bekommen. Losgelöst von diesen besonderen Taufkleidern gilt als fester Grundsatz: So bequem und dabei so festlich wie möglich.

 

8. Stichwort: "Taufspruch"


Bei der Taufe wird über dem Täufling ein Taufspruch gesprochen, der eine lebensbegleitende, segnende und/oder lebenstärkende Bedeutung hat. In unserer Gemeinde werden die Taufeltern dazu ermutigt und aufgerufen, für ihr Kind selber einen Taufspruch auszuwählen. Dieses Taufwort ist grundsätzlich ein Bibelwort. In einigen Familien gibt es die Tradition, dass ein Taufspruch von Generation zu Generation weitergegeben wird. Eine gute Auswahl von Taufsprüchen (in vielen Fällen mit Erklärungen) bietet die Internet-Seite der EKD an: www.taufspruch.de

 

9. Stichwort: "Taufkerze"


Als Gemeinde freuen wir uns mit Ihnen und begrüßen darum unsere Täuflinge mit einer Taufkerze als Willkommensgruß. diese Kerze wird in sorgfältiger Handarbeit von einem Gemeindeglied ehrenamtlich gestaltet. Nach dem Taufakt wird diese Taufkerze der Gemeinde an der Osterkerze entzündet und von dem Pfarrer an einen der Paten überreicht - oft begleitet mit erläuternden Worten. Darüber hinaus ist es in vielen Familien (vor allem in röm.-kath.) ist die Überreichung einer Taufkerze Tradition. Selbstverständlich wird auch diese Taufkerze nach der Taufe an der Osterkerze entzündet und überreicht.

 

10. Darf man während der Taufe filmen / fotografieren?


Nein. Die Taufe ist eine sakramentale Handlung. Ihr und dem Täufling allein gebührt die Aufmerksamkeit der gesamten Gemeinde. Darum hat das Presbyterium (Kirchenvorstand) festgelegt, dass grundsätzlich in einem Gottesdienst nicht fotografiert / gefilmt werden darf. Einzige Ausnahme sind Kirchliche Hochzeitsgottesdienste.

 

11. Können wir unser Kind in einem eigenen Taufgottesdienst taufen lassen?


Nein. In unserer Kirchengemeinde werden außerhalb von Gemeindegottesdiensten keine gesonderten Taufgottesdienste gefeiert. Durch die Taufe wird der Täufling in die Kirche aufgenommen und damit in die Gemeinschaft der Christen. Darum ist die Anwesenheit der Gemeinde konstitutiv.

 

12. Kostet die Taufe was?


Selbstverständlich kostet die Taufe nichts! Die Taufe ist eine sakramentale Amtshandlung in einem Gottesdienst, die jedem Menschen frei zusteht.

 

13. Können wir den Zweck der Kollekte im Gottesdienst (Klingelbeutel) bestimmen?


Nein. Der Verwendung der Gelder aus dem "Klingelbeutel" wird durch Landeskirche, Kreiskirche und Presbyterium festgelegt.

 

14. Kann mein Kind zum Konfirmandenunterricht gehen, obwohl es noch nicht getauft ist?


Ja! Selbstverständlich kann Ihr Kind am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe. Wenn das Kind nicht getauft ist, so wird es zum Ende der Konfirmandenzeit getauft.

 

15. Wer kann Pate / Patin werden?


Bitte hier klicken für weitere Informationen zum Patenamt

 

16. Ab welchem Alter braucht man keine Paten mehr?


Ab dem 14. Lebensalter ist man in Deutschland religionsmündig. Ab diesem Alter werden keine Paten mehr benötigt.

 

17. Wann erlischt das Patenamt?


Das Patenamt erlischt mit der Konfirmation, da in der Konfirmation der ehemalige Täufling mündig und frei sich zu seinem christlichen Glauben bekennt und seine Taufe bestätigt, was einst die Paten stellvertretend für den Täufling aussprachen.

 

18. Kann ich einen Paten nachträglich vom Patenamt ausschließen?


Nein. Bitte setzen Sie sich mit dem Pfarramt in Verbindung.

 

19. Wir wollen kirchlich heiraten und gleichzeitig unser Kind taufen lassen. Geht das?


Selbstverständlich kann bei einer Kirchlichen Trauung eine Taufe gefeiert werden, da die Hochzeit in der Kirche ein Gemeindegottesdienst ist, zu dem am Sonntag voran in den Abkündigungen hingewiesen und eingeladen wird. Innerkirchlich wird sehr häufig diese Form des besonderen Festgottesdienst "Traufe" genannt.

 

20. Gibt es eine ökumenische Taufe?


Nein. Die Taufe wird ökumenisch anerkannt, aber sie wird konfessionell vollzogen, weil mit der Taufe der getaufte Mensch  gleichzeitig Mitglied einer Kirche und damit einer christlichen Konfession wird. Soll heißen: Wenn ein Mensch in einem evangelischen Gottesdienst getauft wird, so wird der Täufling damit gleichzeitig in die evangelische Kirche aufgenommen. Dennoch ist gerade in unserer Kirchengemeinde es möglich, dass ein Taufgottesdienst zusammen mit einem der örtlichen kath. Priester gefeiert wird.

 

21. Was ist ein Sakrament?


Ein Sakrament ist eine heilige Handlung, bei der Gott gegenwärtig und sinnlich erfahrbar an uns Menschen handelt und die von Jesus uns befohlen wurde. Darum kennt die evangelische Kirche nur zwei Sakramente: Taufe und Abendmahl. Bei der Taufe begegnet Gott uns durch sein Wort und durch das Wasser; beim Abendmahl durch sein Wort und durch Brot und Wein.

 



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