Ökumenischer geistlicher Impuls am 14.03.2021

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben.

Mit Blick auf das heutige Evangelium möchte ich Euch meine Gedanken zu folgendem Vers nahe bringen.„Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an mich glaubt wird nicht gerichtet. Wer nicht glaubt ist schon gerichtet.Joh. 3,17-18aJesus wird in dieser Aussage sehr konkret!Die Aussage; „wer an mich glaubt wird nicht gerichtet,zeigt in die Zukunft.Die Aussage; „wer nicht glaubt ist schon gerichtet, verweist in die Gegenwart bzw. in die Vergangenheit.Wie kann ich diese Aussage für mich deuten, „wer nicht glaubt ist schon gerichtet“?Ich würde sagen wer nicht glaubt richtet sich selbst.In dem Wort richten steckt das Wort RichtungIch gebe mir selbst meine Richtung. Ich gehe selbst den Weg den ich gehen will.Jesus ruft mich immer wieder zur Umkehr auf.Er ruft mich zu einem Richtungswechsel in meinem Leben auf. Seine Jünger folgten ihmnachund gaben ihrem Leben eine völlig neue Richtung.Jesus ist in die Welt gekommen um den Menschendie Botschaft des Reichs Gottes zu bringen!Er ist das Licht, er fordert mich auf, ihm zu vertrauen und seinen Glauben anzunehmen.Kann ich das?Glaube was ist das? Glaube an Jesus Christus?Wie kann ich das für mich fassbar machen?Ich versucheeseinmal,anhand dieses Beispiels zu verdeutlichen.Die Sonne scheint und es ist ein herrlicher Tag. Doch ich stehe in einem großen dunklen Raum.Alle Fensterläden sind geschlossen. Nur einwinzig kleines Fenster ist geöffnet, durch das Sonne in diesen großen dunklen Raum strahlt.Mich zieht es magisch an die Stelle, wo die Sonnenstrahlen mein Gesicht erwärmen.

Der Raum hat noch viele Fenster, aber alle sind verschlossen. Bei dem Gedanken den ganzen Raum mit Sonnenstrahlen und Wärme zu durchfluten,werde ich nicht müde und versuche die Fenster zu öffnen.Doch es gelingt mir nicht. Bittend und klagend, suchend nach der richtigen Ideeundin immer wieder neuen Anläufengelingtes mirdie ersten Fensterläden zu öffnen. Nachjeder gelungenenÖffnung,wird es heller und wärmer in dem Raum, mein Wohlbefinden nimmt immer weiter zu, ich strebe danach,alle Fensterläden zu öffnen.

Mit den Fenstern verhält es sich wie mit meinem Glauben, je mehr Fenster ich öffne umso mehr Licht dringt in mein Leben.Ich muss mich also auf den Weg machen um persönlichen meine Zugänge zum Glauben zu finden.Ich muss meine Glaubensfensteröffnen, ummeinen Glaubensweg finden.So bin ich immer wieder aufgefordert meinen Schlüssel für das nächste Fenster zu suchen, damit ich im Glauben wachsen kann. Meine Gedanken fangen an zu kreisen,wenn das so einfach wäre! Was kann ich tun? Ich kann den Vater bitten, dass er mir die Gnade schenktden Glaubenan Jesus Christusimmer mehr annehmen zu können. Dasser mir die Gnade schenkt,nicht müde zu werden, auf der Suche nachdem richtigen Weg zuJesus. Dass ich nicht müde werde umzukehren,meinem Leben eine neue Richtung zu geben, diemich ins Licht führt.Der Glaube ist geschenkte Gnade Gottes;ich kann ihn nicht durch meinen Willen herbeiführen.Kann ich also doch nichts tun?Doch ich kann etwas tun!Ich kann im Gebet immer wieder diese Gnade erbitten. Das ist mein Schlüssel die Fenster des Glaubens zu öffnen. Ich spreche den Vater an.Ich bitte Ihn um diese Gnade. Es müssen keine formvollendeten Gebete sein, es könne ganz einfache schlichte Worte sein. So wachse ich durch das Gebet im Glauben.Ich fange an zu erkennen, welcher Weg der richtige für mich ist. Viele Dinge,die mir einst wichtig waren, verlieren an Bedeutung. Ich setze meine Prioritäten anders. Ich lege nicht meine ganze Energie in die irdischen Dinge,um mir bestimmte Wünsche zu erfüllen. Ich fange an und richte mein Leben nach Ihm aus. Ich denke um! Ich kehre um!So öffnen sich immer mehr Fenster in meinem Leben, durch die das Licht strahlt.Ich lasse immer mehr Sonne und Wärme in mein Lebenund spüre die wärmende Liebe Gottes.

Diakon Gottfried Scharpenberg

 

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