Impuls 09.08.2020

Auf wen sollen wir hören?

Es ist eine verzwackte Situation, in der sich die Welt und auch gerade wir Menschen in Deutschland uns derzeit befinden. Immer wieder werden wir mit neuen (oder bereits bekannten) Hinweisen ermahnt, dass wir unser Leben und das unserer Mitmenschen doch nur schützen können, wenn die genannten Maßnahmen penibel und ausnahmslos befolgt werden. Politiker stehen dabei an vorderster Front, berufen sich auf Wissenschaftler, die mit der neuen Situation auch noch ihre Erfahrungen machen müssen. Der ein oder andere Politiker bringt sich dabei, natürlich völlig uneigennützig, in neue Ausgangspositionen, werden doch in gut einem Jahr wichtige Ämter in Deutschland neu besetzt.

Aber sind die lautesten und omnipräsenten Erscheinungen, Protagonisten der Talkshows und Diskussionsrunden, Frauen und Männer mit Ihren Meinungen auch wirklich gute Ratgeber? Auf wen sollen wir hören?

Und welche Themen stehen derzeit auf der Tagesordnung ganz oben? Natürlich die Corona Pandemie und ihre Auswirkungen (besonders natürlich die Auswirkungen für uns selbst), die stark nationalistisch geprägten Regierungen auf der ganzen Welt, ein entzweites Europa, usw…

Ratgeber, Fachleute, Experten – auf wen sollen wir hören? Die Kirche und ihre VerkünderInnen kommen gefühlt in der derzeitigen Situation leider nur ziemlich leise, gedämpft, manchmal sogar schweigend oder gar nicht daher.

Dabei ist das doch unser Thema: das Leben!

Und dass wir einen Gott haben, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, um uns nahe zu sein. Der unser gesamtes Leben mit all seinen Facetten tagtäglich begleitet und uns nach der irdischen Zeit mit Freuden erwartet!

Warum sprechen wir so wenig von der frohen Botschaft, geben Zeugnis von dem, was wir immer wieder neu erleben? Vielleicht, weil wir uns oft zu sehr auf die eigenen Fähigkeiten verlassen und zu wenig auf den hören, der uns ruft und aussendet.

Natürlich werden wir Gott und seine Botschaft nicht in Talkshows verkünden oder vernehmen, da geht es eher um reißerische Themen wie die ausbleibende Erneuerung der Kirche oder fehlenden Reformwillen.

Aber versuchen wir doch einmal in der Stille auf die Stimme Gottes zu hören, der zu einem jeden von uns spricht. So wie zum Propheten Elija.

Nicht im starken, heftigen Sturm, im Erdbeben, im Feuer war der Herr ihm nahe, sondern in einem sanften, leisen Säuseln erkannte Elija Gott (1 Kön 19,9a.11-13a)

Auf wen sollen wir denn nun hören – die Lauten und Präsenten, die uns immer wieder vor Augen geführt werden oder doch auf die Leisen, die Unscheinbaren?

Die Entscheidung kann Ihnen und Euch niemand abnehmen. Nutzen wir vielleicht mal Zeiten der Stille, hören in uns hinein, bleiben wir offen und lassen uns inspirieren, am Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken.

Es grüßt Sie herzlich

Thorsten Dammann

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