Impuls 02.05.2020

Die Geschichte vom Propheten Jona hat mich schon als Kind fasziniert. Jona ist zuerst vor Gott davongelaufen. Doch als er merkte, Gott holt mich immer wieder ein, da hat er seinen Auftrag von Gott angenommen: Er sollte in die große Stadt Ninive gehen und sagen, dass die Stadt in vierzig Tagen zerstört wird. Sonst hat er nichts gesagt.
Ninive war bekannt dafür, dass dort böse und schlechte Menschen leben, und die Bewohner haben sehr wohl gewusst, was Jonas´ Ankündigung bedeutet. Sie haben erkannt, dass es so nicht weitergeht. Sie merkten, sie müssen umkehren, nicht mehr so weitermachen wie bisher.
Ja, die Leute wachen auf, und sie zeigen das auch, indem sie in „Sack und Asche“ gehen, von ihrem bisherigen Tun lassen und sich wieder Gott zuwenden.

Nun möchte ich hier nicht den moralischen Zeigefinger erheben und unsere Gesellschaft heute ermahnen, so wie die Menschen in Ninive damals umgekehrt sind, ebenfalls umzukehren!
Durch diese Geschichte kam mir aber der Gedanke, einmal hinzuschauen, was uns die Corona-Krise  mit ihren enormen Auswirkungen vielleicht sagen kann.

Umkehren heißt: Es anders machen. In die andere Richtung gehen. Vor allem, wenn man bisher in die falsche gegangen ist. Ob die neue Richtung die richtige ist, wird sich herausstellen. Sicher muss man immer wieder mal umkehren. Aber wohin kann man sich eigentlich kehren?

Die Botschaft von Jesus Christus im Evangelium ist da ein guter Orientierungspunkt. An vielen Stellen werden wir zur Umkehr aufgerufen, weil das Reich Gottes nahe ist. Im Reich Gottes ist alles anders und alles gut: Da sind die Menschen freundlich zueinander, da gehen sie gut miteinander um.
Ein bisschen, so sagt Jesus, fängt das schon unter uns Menschen an, wenn wir umkehren und anders leben und handeln.

Ich würde mir wünschen, dass die Krise, die wir durch das Corona-Virus erleben, uns zum Nachdenken über unseren Lebenswandel bringt und wir nicht nur von möglichen Veränderungen reden, sondern sie auch tun.
Ja, es braucht Mut, dem Leben eine andere Richtung zu geben, etwas zu verändern und sich von gewohnten und liebgewordenen Lebensbedingungen zu verabschieden.
Diesen Mut wünsche ich uns allen!

Matthias Mönig

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